| Albrecht Daniel
Thaer gilt als einer der Begründer der
Landwirtschafts- wissenschaft. Er wurde 1752 in Celle (Niedersachsen) geboren und starb 1828 in Möglin (Land Brandenburg).
Als Sohn eines Arztes studierte er in Göttingen Medizin und kehrte 1774 als Doktor
nach Celle zurück. Dort war er als Arzt so erfolgreich, dass er zum Leibarzt des
Königs Georg III. von Großbritannien, der in Personalunion Kurfürst seines
Stammlandes Hannover war, ernannt wurde.
Neben seiner ärztlichen Tätigkeit widmete sich
Thaer zunächst der Blumenzucht, sodann landwirtschaftlichen Versuchen. 1780 wurde er bereits in die
Königlich-Kurfürstliche Landwirtschaftsgesellschaft berufen, verfasste
landwirtschaftliche Schriften und gründete 1802 in Celle eine landwirtschaftliche
Lehranstalt.
1804 wurde er vom preußischen König Friedrich
Wilhelm III. nach Berlin berufen. Als Professor und Staatsrat beendete er 1828 seinen Lebensweg auf seinem Gut in
Möglin.
Die Albrecht-Thaer-Gesellschaft
wurde aufgrund eines Beschlusses der Vorstände der beiden
niedersächsischen Landwirtschaftskammern Hannover und Weser-Ems aus
dem Jahre 1952 anlässlich der Feiern zum 200. Geburtstag Albrecht
Daniel Thaers in Celle gegründet. Ihre
Satzung wurde im wesentlichen den Statuten der 1764 gegründeten
Königlich-Hannoverschen Landwirtschaftsgesellschaft, die bis 1933
existierte, nachgebildet. Die Wirksamkeit der Albrecht-Thaer-Gesellschaft
erstreckt sich auf das heutige Land Niedersachsen mit seinen
früheren Landesteilen, deren Wappen im Kopfbogen dargestellt sind:
Königreich Hannover, Herzogtum Oldenburg, Fürstentum
Schaumburg-Lippe und Herzogtum Braunschweig. |