Thaer Frühstück 2019

 

 

Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse
in Zeiten von Fake News und Social Bots

 

 

-  Wissenschaftlichen Erkenntnissen Gehör verschaffen -

Der Direktor der Albrecht Thaer Gesellschaft, Rainer Fabel, hatte vor kurzem Nieder-sachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler als Gastreferent zu einem traditionellen ATG-Frühstück eingeladen.

In seiner Begrüßungsrede stellte Fabel fest, dass landwirtschaftliche Betriebe heutzu-tage vielfältige Erwartungen und Ansprüche einer meinungsmäßig immer stärker zersplitterten Öffentlichkeit erfüllen müssen. Jeder kennt die Schlagworte: Klima- und Ressourcenschutz, Tierwohl, Umweltschutz, Vermeidung von Schadstoffbelastungen in   Lebensmitteln. Vor diesem Hintergrund ist seiner Meinung nach der Austausch von Wissenschaft und Praxis in der heutigen Zeit enorm wichtig.

 

Niedersachsens Wissenschaftsminister Thümler stellte in seinem Eingangsstatement heraus, dass die Politik allzu oft dem Mainstream hinterherlaufe anstatt zu einer Versachlichung und Ent-Emotionalisierung der Diskussion beizutragen. Minister Thümler zeigte auf, wie sein Ministerium mit Projekten zum Thema Grünland, Wasserqualität und -verbrauch oder dem „Stall der Zukunft“ gezielt versuche, dieser nicht zielführenden Entwicklung entgegenzuwirken. Nur wenn die Wissenschaft belastbare, wertungsfreie Daten hervorbringt, kann eine Akzeptanz erfolgen.

 

Minister Thümler wertete die technischen Entwicklungen in den vergangenen Jahren als wichtige Bausteine einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Landwirtschaft. Für diese enormen Fortschritte gilt es, Akzeptanz und Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Denn nur wenn diese Akzeptanz erreicht wird, werden Gesellschaft und Politik die Landwirte auf ihrem Weg in die Zukunft, der letztlich auch hohe Investitionen beinhaltet und deshalb verlässliche Grundlagen erfordert, unterstützen.

 

Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke dankte vor diesem Hintergrund den niedersächsischen Ministern für den intensiven und guten Meinungsaustausch um eine praxisnahe Gestaltung der europäischen Agrarpolitik im Sinne der niedersächsischen Landwirtschaft.

 

Wissenschaftsminister Thümler bekräftigte, dass sein Haus der Landwirtschaft auf ihren Weg in die Zukunft mit schneller und zielgerichteter Transmission der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse helfen werde.